
Die Selbstbezeichnung der schwedischen Regierung als „feministisch“ ist weltweit einzigartig und sorgte international für großes Aufsehen. Was bedeutet diese Selbstzuschreibung für die politische Kultur? Welche Maßnahmen und Instrumente wurden durch die rot-grüne Regierung auf den Weg gebracht und wo hat man es versäumt zu handeln?
Die Studie von Hanna Beutler-Gross, Valeska Henze, Christin Skiera und Jana Windwehr untersucht die auf den Weg gebrachten Neuerungen anhand von selbstgesteckten Teilzielen der Regierung und liefert eine erste Einschätzung. Neben symbolischen Aufwertungen sind in vielen Bereichen auch materielle Verbesserungen erzielt worden. So konnte die Regierung besonders bei der politischen Machtverteilung, der Schulbildung und den öffentlichen Finanzen wichtige Fortschritte verzeichnen, während sich bei Verdienstunterschieden und Machtverhältnissen im privatwirtschaftlichen Sektor bisher wenig verändert hat. Auch besteht weiterhin eine gravierende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern bei der Besetzung von Hochschulämtern, bei der Rente sowie der allgemeinen, gesundheitlichen Versorgung. Lesen Sie hier mehr darüber.
Photo © Jonah Schiff / Flickr

Die Autorinnen sind Mitglieder des Forums Nordeuropäische Politik (FOR:N), einem Expert*innennetzwerk zu Politik und Geschichte Nordeuropas und der Ostseeregion. FOR:N beschäftigt sich mit aktuellen Fragen und langfristigen Entwicklungen der Region aus unterschiedlichen thematischen und fachlichen Blickwinkeln und vernetzt die unterschiedlichen Akteur*innen der Region zum gegenseitigen Austausch. Mehr zu FORN:N
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